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  • Merle

Notwendigkeit und Hilfe


Vor Kurzem bin ich in unserer Küche ausgerutscht. Die kaputte Spülmaschine war mal wieder ausgelaufen und hatte einen kleinen See auf dem Boden verursacht, den ich nicht gesehen hatte, sodass ich mich urplötzlich auf dem Boden wieder gefunden habe. Scheinbar hatte ich im Fallen mit meinem Unterarm an der Anrichte längs schrammend gebremst. Das tat ganz schön weh. Die ganze Situation hatte mir buchstäblich den Boden unter den Füßen weggezogen und mich so weit aus dem Konzept gebracht, dass mir erstmal schwindelig war. Aus meiner WG waren gleich zwei, drei da, die mich fragten ob sie mich halten sollten, mir einen Stuhl und etwas zum Kühlen gebracht haben und eben so lange bis ich wieder bei mir war unaufdringlich da blieben.

Wenn es wirklich brennt, dann ist jemand da. Wenn es crasht und man offensichtlich hilflos ist, dann kommen Menschen, dann ist die Situation klar und es ist auch klar was zu tun ist.


Was aber ist in der langen Phase davor?

Was, wenn es nicht so schnell geht wie ein Sturz in dem Fall? Was, wenn die Situation sich langsam in eine Überforderung und Hilflosigkeit verändert? Wann fragst du um Hilfe, wann sehen andere die Situation so klar bzw. klarer als du?

Insbesondere: Wann rechtfertigst du vor dir selbst, andere um Hilfe zu fragen?


„Um Hilfe zu bitten ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eher von Stärke und von Offenheit“, meinte einer meiner Mitbewohner dazu.

Wie siehst du das?

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Bei mir ist wieder etwas Ruhe eingekehrt. Tatsächlich eine gewisse Form des Alltags. Vermutlich liegt das auch zum Teil daran, dass ich den Gebrauch sozialer Medien heruntergefahren habe und auch nur